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Donnerstag, 17. Januar 2019

Unterhalt für minderjährige Kinder

Der Elternteil bei dem das Kind lebt, leistet den Unterhalt in Form von Betreuung und Versorgung (sog. Naturalunterhalt). Der andere Elternteil leistet Unterhalt durch monatliche Geldzahlung (sog. Barunterhalt). Gegenüber minderjährigen Kindern hat der Unterhaltspflichtige eine gesteigerte Unterhaltspflicht. Er muss alle verfügbare Mittel einsetzen, um den Mindestunterhalt nach der jeweiligen Altersstufe der Düsseldorfer Tabelle aufzubringen. Arbeitet der Unterhaltsschuldner, müssen ihm mindestens 950,00 € verbleiben. Ist er danach nicht in der Lage, den vollen Kindesunterhalt zu zahlen, kann er unter Umständen verpflichtet werden, eine Nebentätigkeit aufzunehmen.
Die gesteigerte Erwerbsobliegenheit erfährt ihre Grenzen bei Unzumutbarkeit, Verstoß gegen Arbeitszeitgesetze oder einer dadurch hervorgerufenen Einschränkung von Umgangsmöglichkeiten mit den Kindern.
Der Unterhaltsschuldner ist verpflichtet, auf Verlangen einen vollstreckbaren Titel über den geschuldeten Kindesunterhalt zu erheben. Dies gilt auch dann, wenn er regelmäßig Kindesunterhalt zahlt.

Tipp:
Vor der Unterzeichnung einer entsprechenden Urkunde, sollte sich der Verpflichtete anwaltlich beraten lassen. Denn Fehler sind hier nur schwer zu korrigieren. Ein vollstreckbarer Unterhaltstitel kann bei einem Notar oder kostenlos durch eine Jugendamtsurkunde beim Jugendamt erstellt werden.